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Jugendbegegnungsstätte



Bogojevski Katharina

Die Gedenkstätte Theresienstadt

Die ehemalige Festungsstadt Theresienstadt besteht aus den beiden Teilen „Große Festung“ und „Kleine Festung“, die räumlich voneinander getrennt sind.
Die Große Festung wurde ab 1941 von den Nationalsozialisten als jüdisches „Ghetto“ genutzt. Dorthin wurden Juden aus dem „Protektorat Böhmen und Mähren“, und später aus ganz Europa, gebracht, um sie zu sammeln und in großen Transporten in die Vernichtungslager im Osten zu deportieren.
Die Kleine Festung wurde bereits seit 1940 als Gestapo-Gefängnis genutzt, in dem hauptsächlich Kommunisten, Sozialisten sowie Widerstandskämpfer unter grausamen Bedingungen inhaftiert waren.

Während das Gedenken an die jüdischen Opfer der Naziherrschaft in Tschechien erst nach dem Ende der kommunistischen Diktatur im Jahre 1989 einsetzte, wurde in der „Kleinen Festung“ bereits 1947 eine Gedenkstätte eingerichtet. Diese diente in erster Linie der Würdigung des kommunistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren“.

Seit 1993 arbeiten hier Gedenkdienstleistende, deren Arbeitsgebiet vorrangig im Bereich des ehemaligen Ghettos liegt.

Die Gedenkstätte besteht aus folgenden Einrichtungen:

 

Große Festung

  • Ghettomuseum
  • Museum für künstlerisches Schaffen im Ghetto
  • Gedenkort an den Begräbnisstätten
  • Jüdische Betstube

Kleine Festung

  • Museum der Kleinen Festung
  • Ausstellung über das Konzentrationslager Litoměřice
  • Ausstellung über das Internierungslager für „Sudetendeutsche“ nach 1945

 

Aufgabengebiete der Einrichtung

Die pädagogische Abteilung der Gedenkstätte ist zuständig für die Betreuung von deutschsprachigen Schüler_innengruppen, die häufig mehrere Tage in Theresienstadt bleiben. Dazu bietet die pädagogische Abteilung Führungen, Workshops, Filme und Zeitzeug_innengespräche an. Ziel ist die pädagogische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Politik im „Protektorat Böhmen und Mähren“ und der Rolle des Ghettos Theresienstadt in der "Endlösung der Judenfrage".
Die pädagogische Abteilung veranstaltet außerdem nationale und internationale Fortbildungsseminare für Lehrer_innen und Pädagog_innen. Weiters wirkt sie unterstützend bei Publikationen.

 

 

Arbeit der Gedenkdienstleistenden

In der Gedenkstätte Theresienstadt arbeiten derzeit zwei Freiwillige. Neben dem österreichischen Verein „Gedenkdienst“ entsendet auch der deutsche Verein „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ alljährlich einen_eine Freiwillige_n.
Die Freiwilligen haben ein gemeinsames Büro und teilen sich die Arbeit selbstständig und eigenverantwortlich auf.
In der Kantine der Gedenkstätte kann an Wochentagen kostenlos gegessen werden.

 

 

Die Aufgaben der Gedenkdienstleistenden sind

  • Planung, Organisation sowie Betreuung von ein- und mehrtägigen deutschsprachigen Seminaren
  • Überarbeitung der vorhandenen Workshops und Gestaltung neuer pädagogischer Programme
  • Unterstützung der tschechischen Kolleg_innen bei Übersetzungen
  • Mitarbeit bei Workshops und Seminaren der pädagogischen Abteilung

Weitere Informationen unter: www.jugendbegegnung.de/terezin/

 

 

Hauptanforderungen an die Gedenkdienstleistenden

  • Interesse an der Arbeit mit Jugendlichen
  • Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten und Aufgabengebiete
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kooperationsbereitschaft  - Verlässlichkeit in der Organisation
  • Motivation, selbst zu gestalten
  • emotionale und psychische Stabilität

Leben in der Tschechischen Republik

Die Freiwilligen wohnen in der etwa 3 km von Terezín entfernten Stadt Litoměřice. Die Wohnung im Dachgeschoß ist etwa 90 m² groß, hell und voll möbliert. Jeder Mitbewohner hat ein eigenes Zimmer.
Die Lebenshaltungskosten sind ausreichend bemessen. Artikel des täglichen Lebens sind größtenteils auf österreichischem Preisniveau, Lebensmittel und öffentliche Verkehrsmittel dagegen meist etwas preisgünstiger.
Prag ist per Bus oder Bahn in etwas über einer Stunde erreichbar.

 

 

Literaturempfehlungen

Theresienstadt, Ein Wegweiser - Jehuda Huppert, Hana Drori

Die Autoren, beide Überlebende von Theresienstadt, Auschwitz und anderer Lager, geben im ersten Teil des Buches einen Überblick über die Organisation des Ghettos, im zweiten beschreiben sie ausführlich besondere Orte des Lagers: vom Knaben- und Mädchenheim über Synagogen bis hin zum Krematorium.

 

Die Hoffnung erhielt mich am Leben - Ruth Elias

Ruth Elias hält in diesem Buch die Geschichte ihres Überlebens in Theresienstadt und Auschwitz für die Nachwelt fest. Beeindruckende Einblicke in die Lebensrealität der Opfer.

 

Spätes Tagebuch  - Max Mannheimer

Der einfache Stil des Autors schafft es, ein unvorstellbares Verbrechen verständlicher zu machen. Max Mannheimer erinnert sich etwa 20 Jahre nach seiner Befreiung an seine Erlebnisse, um sie seiner Tochter zu berichten.

 

Als ob's ein Leben wär - Philipp Manes

Mit einer fast nüchternen Sachlichkeit gibt dieser Tatsachenbericht einen akribischen Einblick in die Organisation des Lagers Theresienstadt. Er erzählt von Menschen, die in schlimmsten Zeiten an ihren Wert- und Lebensmaximen festhalten und ihre Würde bewahren.

 

Im Vorhof der Hölle - Carlo Ross

Der Autor zeigt, wie die Nazis das "Vorzeige-KZ" Theresienstadt für ihre Propagandazwecke benutzten. Er schildert detailliert und genau das Leben und Sterben an diesem Ort des Leidens. Carlo Ross gehört zu den wenigen, die den sogenannten "Vorhof zur Hölle" überlebten. Sein Augenzeugenbericht dokumentiert: Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind nicht "geschehen", sondern sie wurden von Menschen verübt.

 

Und Gott sah, dass es schlecht war - Otto Weiss

Gott kommt nach Theresienstadt, wo er Enge, Entlausungsprozeduren und Verrat erfahren muss, aber auch Solidarität und Menschlichkeit begegnet. Seine Ohnmacht zeigt sich deutlich.

 

Theresienstadt 1941-1945. Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft - H.G. Adler

In diesem Standardwerk über Theresienstadt beschreibt der ehemalige Häftling und Soziologe H.G. Adler unzählige Aspekte des Lebens im Ghetto. Das Buch ist ausführlich und beinhaltet die meisten Erkenntnisse über Theresienstadt.

 

Thema Holocaust: Ein Buch für die Schule - Ido Abram und Matthias Heyl

Die Autoren machen sich wesentliche Gedanken, worauf die Beschäftigung mit dem Thema Holocaust bei Jugendlichen zielen soll. Etliche Fragen, die während der Arbeit in Theresienstadt aufkommen, finden hier Antworten.

 

Mein Jahr in Terezín (von Christian Hanl)

 


Direkter Kontakt zum aktuellen Gedenkdienstleistenden

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