Aus der Reihe Geh Denken! – Wahrung der Menschenrechte in Europa: Testfall Roma

Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19:00Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)

 

Seit einigen Jahren werden verstärkt Stimmen aus der Zivilgesellschaft und von Unterstützer*innen laut, die für die
offizielle Anerkennung von Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus und für konkrete Maßnahmen zu dessen
Bekämpfung sowie Überwindung eintreten. Antiziganismus richtet sich gegen Romnja*Roma, Sintize*Sinti, Fahrende,

Jenische und andere Personen, die von der Mehrheitsgesellschaft als ‚Zigeuner‘ stigmatisiert werden. Antiziganismus zeigt
sich in den hartnäckig bestehenden Vorurteilen, oft medial transportiert und von Politiker*innen propagiert, in
gesellschaftlicher Ausgrenzung, die alle Lebensbereiche umfasst, bis hin zur Vertreibung, Internierung oder Völkermord.
2011 haben die EU-Mitgliedstaaten den EU Rahmen für Nationale Strategien für die Integration der Romnja*Roma beschlossen. Etliche EU-Länder habe seither Maßnahmen gesetzt, um die Integration in den Bereichen Bildung, Arbeit,
Wohnen und Gesundheit zu fördern. Für viele Akteurinnen*Akteure aber greifen die Maßnahmen zu kurz, um strukturelle
Diskriminierung und Ausgrenzung abzubauen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Debatte um eine Fortführung von
Maßnahmen zur sozialen Inklusion von Romnja*Roma post-2020, wird die aktuelle Lage, internationale und nationale

Bemühungen sowie bestehende Herausforderungen und die Erfahrungen und Forderungen der Romnja*Roma Zivilgesellschaft beleuchtet.

 

Mirjam Karoly ist Politologin, Vorstandsmitglied von Romano Centro und Mitglied des Österreichischen Volkgruppenbeirates
für Roma.

 

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