Geh Denken!

Geh Denken! ist eine Veranstaltungsreihe des Vereins GEDENKDIENST. Während des akademischen Jahres finden monatlich wissenschaftliche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche mit Zeitzeuginnen*Zeitzeugen statt, zu denen alle interessierten Personen herzlich eingeladen sind.

 

Geh Denken! versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Gedächtniskultur. Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus bildet dabei den Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit unterschiedlichen historischen Themen, deren Bedeutung im vergangenheitspolitischen Diskurs sowie mit Fragen der Geschichtsvermittlung. Im Zentrum stehen offene Reflexion und Diskussion kontroverser Themen.

 

Die öffentlichen Veranstaltungen finden normalerweise bei freiem Eintritt um jeweils 19:00 Uhr im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3) oder im Republikanischen Club (Fischerstiege 1-7, 1010 Wien) statt.  Aktuelle Veranstaltungsankündigungen und mehr finden Sie unten und auf unseren Social Media Kanälen ( GEDENKDIENST, @gedenkdienst, @gedenkdienst).

 
Die Veranstaltungsreihe Geh Denken! findet in Kooperation mit dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) statt.

Aktuelles Semesterprogramm (SoSe 2026)

Programmfolder des aktuellen Semester >>pdf

und werden gefördert von den Studienrichtungsvertretung IG Politikwissenschaften und Fakultätsvertretung GEWI der Universität Wien

     

Geh Denken!
Jung, radikal, vernetzt. Eine neue Generation rechtsextremistischer Jugendlicher in Ostdeutschland

Es zeigt sich ein Wandel in der Neonaziszene: Eine neue Generation rechtsextremistischer Jugendlicher, die öffentliche Raumnahme und Gewalt nicht scheut. Was unterscheidet heutige rechtsextremistische Jugendgruppen von früheren – insbesondere im Osten Deutschlands? Und was lässt sich dagegen tun?

Vortragender:
Julius Geiler ist Reporter beim Tagesspiegel mit dem Schwerpunkt Sicherheit und Extremismus.

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Geh Denken!
„Rote KZ“ oder Lager der Entnazifizierung? Deutungskämpfe um die sowjetischen Speziallager in Deutschland 1945–1950

Die sowjetischen Speziallager in der SBZ waren Orte von Internierung, Hunger, Krankheit und tausendfachem Tod. Seit den 1940er Jahren wurden sie im Zeichen von Antikommunismus und Totalitarismustheorie vielfach als „rote Konzentrationslager“ bezeichnet und mit den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern gleichgesetzt.

Vortragender: Dr. Enrico Heitzer | Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

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Geh Denken!
Antifaschismus im Film. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Spiegel dokumentarischer Filme der DDR

In der DDR war die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (NS) Zeit ihres Bestehens von maßgeblicher Bedeutung. Beruhend auf dem Antifaschismuskonstrukt als Staatsdoktrin bildete sich hier eine spezifische Form der Auseinandersetzung mit dem NS heraus. Es soll kritisch hinterfragt werden, inwieweit der Antifaschismus als Staatsdoktrin zugleich rechtsextreme Tendenzen in Ostdeutschland befeuert haben könnte.
Claudia Böttcher, Dr. phil, ist Historikerin und Filmwissenschaftlerin.

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Geh Denken!
Wer darf erinnern? Lesbische Gedenkpraktiken in der DDR

Wer durfte in der DDR an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern und unter welchen Bedingungen? Neben staatlich vorgegebenen Gedenknarrativen entwickelten homosexuelle Gruppen eigene Formen des Erinnerns, die öffentlich kaum sichtbar waren.
Der Vortrag widmet sich den Gedenkpraktiken der Lesben in der Kirche, die Mitte der 1980er Jahre Fahrten zur Gedenkstätte Ravensbrück organisierten.
Vortragende: Annika Geiser.

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