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Verein GEDENKDIENST



Willkommen

GEDENKDIENST ist eine politisch unabhängige, überkonfessionelle Organisation, die sich mit den Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen auseinandersetzt. Seit 1992 entsenden wir Freiwillige in Länder, in denen die Nazis und ihre HelferInnen Verbrechen begingen, oder in denen Überlebende der Mordmaschinerie heute leben.

 

Die Gedenkdienstleistenden betreuen während ihres einjährigen Dienstes Jugendliche, pflegen alte Menschen oder arbeiten in Archiven und Museen. Seit 2016 steht es im Sinne des Freiwilligengesetzes sowohl Frauen als auch Männern gleichberechtigt offen Gedenkdienst zu leisten.

  

 

 


Aktuelles

  

  • Allgemeine Informationen zum Verein GEDENKDIENST finden Sie hier
  • zu den Mittwochstreffen
  • Das Bildungsprogramm für dieses Semester finden Sie hier
  • Neuerscheinung: Gedächtnis-Verlust? Geschichtsvermittlung und -didaktik in der Mediengesellschaft 
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    Stadtführungen über Zwangsarbeit

    Die internationale Wanderausstellung Zwangsarbeit im Nationalsozialismus wird im Museum Arbeitswelt in Steyr vom 12. Mai bis 18. Dezember 2016 gezeigt. Das Rahmenprogramm der Ausstellung findet in Linz, Steyr und Wien statt. Nähere Informationen unter www.museum-steyr.at.

     

    In Kooperation mit dem Museum Arbeitswelt Steyr finden im Juni, September und Oktober 2016 vier Führungen über Zwangsarbeit während des NS-Regimes in Wien statt. In Kleingruppen (15-20 Personen) sollen einerseits verschiedene Formen des Systems der Zwangsarbeit thematisiert und andererseits Orte, an den Zwangsarbeit geleistet werden musste, sichtbar gemacht werden. 

     

    (Kartoffel)säcke stopfen, Schnee schaufeln, Flakturm bauen... ZwangsarbeiterInnen im nationalsozialistischen Wien

     

    Im Laufe des Zweiten Weltkriegs und der territorialen Ausdehnung des NS-Regimes wurden ZwangsarbeiterInnen zunehmend in die Kriegs- und Privatwirtschaft eingebunden. Es mussten nicht nur KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten, sondern gerade mit dem Beginn der großen Deportationen aus Wien ab 1941 auch sogenannte Mischlinge und in Mischehen lebenden Jüdinnen und Juden. Viele von ihnen lebten auch nach 1945 und dem Kriegsende in Wien und traten als ZeugInnen in den Volksgerichtsprozessen auf, um aktiv bei der Strafverfolgung der verübten Verbrechen zu helfen. Die Orte ihrer Zwangsarbeit im 2. und 20. Bezirk stehen im Mittelpunkt dieses Stadtrundgangs.

     

     

    Freitag, 10. Juni 2016, 15-18 Uhr
    (Kartoffel)säcke stopfen, Schnee schaufeln, Flakturm bauen... Zwangsarbeiter/innen im nationalsozialistischen Wien.

     

    Dienstag, 21. Juni 2016, 10-13 Uhr
    (Kartoffel)säcke stopfen, Schnee schaufeln, Flakturm bauen... Zwangsarbeiter/innen im nationalsozialistischen Wien.

     

     

     

    Lebensbedingungen und Entschädigung nach 1945. Das Ende und danach – Zwangsarbeit und Befreiung

     

    In diesem Stadtrundgang wird der Frage nachgegangen, unter welchen Arbeits- und Lebensbedingungen ZwangsarbeiterInnen im 10. Wiener Gemeindebezirk Zwangsarbeit leisten mussten. Anhand von Einzelschicksalen gehen wir an Orte des Arbeitsalltages in der Rüstungsindustrie und Privatwirtschaft. Auch das Ende des NS-Regimes ermöglichte für ZwangsarbeiterInnen nicht sofort die Chance auf eine Rückkehr in die Normalität, vielmehr begann mit Kriegsende der mühevolle Weg zur Anerkennung als Opfergruppe sowie zur finanziellen Entschädigung. Der zwei- bis drei-stündige Stadtspaziergang ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der Geschichte von Zwangsarbeit an spezifischen Orten in Wien.

     

    Freitag, 30. September 2016, 15-18 Uhr
    Lebensbedingungen und Entschädigung nach 1945. Das Ende und danach – Zwangsarbeit und Befreiung

     

    Samstag, 15. Oktober 2016, 10-13 Uhr
    Lebensbedingungen und Entschädigung nach 1945. Das Ende und danach – Zwangsarbeit und Befreiung

     

    Informationen & verpflichtende Anmeldung: stadtfuehrung(at)gedenkdienst.at

     

     

     


    Verein GEDENKDIENST fordert respektvollen Umgang mit ehemaligen KZ-Häftlingen

    Im Zuge der Einstellung des von Harald Walser eingebrachten Verfahrens gegen den einschlägigen Aula-Autor Fred Duswald und seine skandalöse Diffamierung von ehemaligen KZ-Häftlingen hat der Verein GEDENKDIENST eine Presseaussendung gemacht. Die Aussendung im Wortlaut:

     

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    Wien (OTS) - Wir wollen nicht hinnehmen, dass 71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ehemalige KZ-Häftlinge in der FPÖ-nahen Zeitschrift „Aula“ pauschal als „Landplage“ und „Massenmörder“ bezeichnet werden. Es ist beschämend, in welcher Art hier über NS-Opfer geschrieben wird und dass es keine rechtlichen Folgen für den Autor und Herausgeber geben soll. Durch die Verfahrenseinstellung setzt die Staatsanwaltschaft Graz die NS-Logik indirekt fort, dass KZ-Häftlinge Kriminelle gewesen seien, und übersieht die Täter-Opfer-Umkehr des Autors. „Wir sind schockiert, wie über ehemalige KZ-Häftlinge gesprochen wird und NS-Stigmatisierungen unkritisch weiterverbreitet werden. Wir stehen hinter den Überlebenden und deren Nachfahren und sagen: so nicht! Wir fordern, dass der Fall durch das Justizministerium geprüft wird“, so Michael Spiegl, Obmann des Vereins GEDENKDIENST.

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    Berichterstattung dazu:

    orf.at/stories/2323387

     

    derstandard.at/2000030651384/Aula-Anzeige-SPOe-Justizsprecher-stellt-Rechtsschutzbeauftragten-infrage

     

    diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4922133/Aula_SPO-stellt-Rechtsschutzbeauftragten-infrage

     

     


    Gedenkdienst nach 23 Jahren für Frauen geöffnet

    Der Verein GEDENKDIENST ist erfreut über die im Rahmen der Änderungen des Budgetbegleitgesetzes am 24. November 2015 beschlossene Novellierung des Freiwilligengesetzes.

    Nach über 23 Jahren offensivem Eintreten für den gleichberechtigten Zugang zu Gedenkdienst für Frauen und Männer, wurde die Finanzierung für Gedenkdienst im Ausland gesetzlich verankert und damit die Öffnung des Freiwilligendienstes für Frauen durchgesetzt.

    70 Jahre nach Befreiung vom NS-Terror und Ende des Zweiten Weltkrieges leistet Gedenkdienst durch Aufklärungsarbeit zum Nationalsozialismus einen wichtigen demokratiepolitischen Beitrag und tritt für die aktive Erinnerung an jene Menschen ein, diezu Opfern des Regimes wurden.