Aktuelle Termine

Aus der Reihe Geh Denken! - Wahrung der Menschenrechte in Europa: Testfall Roma

Dienstag, 19. Januar 2021, 19:00 Uhr, Online Via Zoom

Achtung: Auf Grund des aktuellen zweiten Lockdowns findet die Veranstaltung online statt.

Achtung: Vortrag erneut von 17. Dezember 2020 auf 19. Januar 2021 verschoben!

Seit einigen Jahren werden verstärkt Stimmen aus der Zivilgesellschaft und von Unterstützer*innen laut, die für die offizielle Anerkennung von Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus und für konkrete Maßnahmen zu dessen Bekämpfung sowie Überwindung eintreten. Antiziganismus richtet sich gegen Romnja*Roma, Sintize*Sinti, Fahrende, Jenische und andere Personen, die von der Mehrheitsgesellschaft als ‚Zigeuner‘ stigmatisiert werden. Antiziganismus zeigt sich in den hartnäckig bestehenden Vorurteilen, oft medial transportiert und von Politiker*innen propagiert, in gesellschaftlicher Ausgrenzung, die alle Lebensbereiche umfasst, bis hin zur Vertreibung, Internierung oder Völkermord.


2011 haben die EU-Mitgliedstaaten den EU Rahmen für Nationale Strategien für die Integration der Romnja*Roma beschlossen. Etliche EU-Länder habe seither Maßnahmen gesetzt, um die Integration in den Bereichen Bildung, Arbeit, Wohnen und Gesundheit zu fördern. Für viele Akteurinnen*Akteure aber greifen die Maßnahmen zu kurz, um strukturelle Diskriminierung und Ausgrenzung abzubauen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Debatte um eine Fortführung von Maßnahmen zur sozialen Inklusion von Romnja*Roma post-2020, wird die aktuelle Lage, internationale und nationale Bemühungen sowie bestehende Herausforderungen und die Erfahrungen und Forderungen der Romnja*Roma Zivilgesellschaft beleuchtet.


Mirjam Karoly ist Politologin, Vorstandsmitglied von Romano Centro und Mitglied des Österreichischen Volkgruppenbeiratesfür Roma.


In Kooperation mit dem dem Depot.


Die Veranstaltungsreihe Geh Denken! findet in Kooperation mit dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) statt.

Link zur Veranstaltung

Kenncode: 152647

Aus der Reihe Geh Denken! - Die Oberwarter Roma und Romnja

Dienstag, 19. Jänner 2021, 19:00Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)

Stefan Horvath wurde 1949 in der sogenannten alten Romnja*Roma-Siedlung in Oberwart geboren. Seine Eltern überlebten mehrere NS-Konzentrationslager. Als einer der ersten Oberwarter Romnja*Roma besuchte er die

Hauptschule und arbeitete später für diverse Baufirmen. Ein schwerer Schicksalsschlag machte ihn zum Schriftsteller. In
der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 tötete der Briefbombenattentäter Franz Fuchs mit einer Rohrbombe vier
Roma, darunter Horvaths Sohn. 2003 erschien sein Erzählband Ich war nicht in Auschwitz, 2007 folgte das Buch
Katzenstreu, in dem er dem Terror des 4. Februar 1995 aus verschiedenen Perspektiven begegnet. 2013 erschien sein
bislang letztes Buch Atsinganos – Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen, in dem er das gesellschaftliche Versäumnis, den
Opfern des Nationalsozialismus die nötige Unterstützung zu gewähren, schildert.

Veranstaltung und Reihe in Kooperation mit dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ).

Auf Grund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen ist eine Anmeldung unter depot@depot.or.at erforderlich!

Mittwochstreffen: Oral History

Mittwoch, 20. Jänner 2021, 19:00 Uhr, Online via Zoom


Der Verein GEDENKDIENST veranstaltet am 20. Jänner 2021 um 19 Uhr ein Mittwochstreffen zum Thema Oral History. Philipp Rohrbach vom Austrian Heritage Archive wird über Oral History sprechen. Was ist das überhaupt, was bedeutet Oral History für den Verein GEDENKDIENST, für das Austrian Heritage Archive, die Geschichtswissenschaft und was hat das mit Zeitzeuginnen*Zeitzeugen zu tun? Nach einer Einführung gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren - dafür ist ist kein Vorwissen nötig.


Die Mittwochstreffen bieten eine regelmäßige Möglichkeit für alle Interessierten mit dem Verein GEDENKDIENST in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Sie haben sich zu einer Schnittstelle zwischen ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienstleistenden entwickelt und stehen grundsätzlich allen offen.


Link zum Meeting
Meeting-ID: 852 7868 6032
Kenncode: UD1Ryz