Statement zu den Vorwürfen gegenüber dem Verein Österreichischer Auslandsdienst

Heute veröffentlichte ein ehemaliger Gedenkdienstleistender des Vereins Österreichischer Auslandsdienst (ÖAD), Jonathan Dorner, ein Statement, in dem von Drohungen und systematischen Einschüchterungsversuchen im ÖAD berichtet wird.

 

Wir feiern dieses Jahr 30 Jahre Gedenkdienst, denn 1992 wurde der Verein GEDENKDIENST gegründet und die ersten Freiwilligen ins Ausland entsandt. Daneben gibt es seit 1998 noch den Verein Österreichischer Auslandsdienst, der ebenfalls einen Gedenkdienst anbietet. Zu diesem 30-jährigen Jubiläum hat sich Jonathan Dorner dazu entschlossen, strukturelle Missstände und problematische Machtstrukturen innerhalb des ÖAD anzusprechen.

 

Das können wir nicht unkommentiert lassen. Als einzige, weitere Trägerorganisation für einen Gedenkdienst schockieren uns die schwerwiegenden Vorwürfe gegenüber dem ÖAD und dessen Vereinsvorsitzenden. Junge, motivierte Menschen, die einen Gedenkdienst leisten möchten, gehören unterstützt und gefördert – nicht bedroht.  Als Verein einen Gedenkdienst anzubieten und zu ermöglichen, bedeutet für uns, verantwortungsvoll, transparent und fair zu handeln. Dass Gedenkdienstleistende anscheinend schon seit längerem Klags- und Suiziddrohungen sowie psychischem Terror von Seiten des Vereinsvorsitzenden des ÖAD ausgesetzt sind, bereitet uns große Sorgen.

 

Der Verein GEDENKDIENST distanziert sich mit Vehemenz vom Verein Österreichischer Auslandsdienst. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe gegenüber dem Vereinsvorsitzenden und den verantwortlichen Personen. Außerdem verlangen wir entsprechende Konsequenzen und eine öffentliche Stellungnahme.

 

Der Vorstand
Verein GEDENKDIENST