Veranstaltungen

Diese Website befindet sich im Aufbau / webside under construction!

Mittwochstreffen (am Montag): Rundgang am Heldenplatz

Montag, 27. Juni 2022 um 18:00 Uhr, Denkmal der Opfer der NS-Militärjustiz / Ballhausplatz

 

Im Rahmen der Mittwochstreffen findet (ausnahmsweise an einem Montag) ein Rundgang am Heldenplatz statt. Der Wiener Heldenplatz ist zu einem zentralen Ort für Demonstrationen in Österreich geworden. Vielen Menschen ist der Heldenplatz aber als der Ort in Erinnerung, wo Hitler von der Neuen Burg aus den sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Regime in Deutschland verkündete. Der Platz ist bis heute umstritten geblieben und ist auch ein Zeugnis der Geschichte der Republik Österreich. Bei diesem Rundgang setzen wir uns mit der Zeit des Faschismus und deren Nachwirkungen seit 1945 auseinander.


Wir bitten um Anmeldung per Mail an nadine.dimmel - at - gedenkdienst.at, da es eine begrenzte Teilnehmer*innenanzahl gibt.

 

Die Mittwochstreffen sind eine Möglichkeit den Verein und seine Arbeit in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen und stehen allen Interessierten offen. Im Laufe der Zeit haben sie sich unter anderem auch zu einer Schnitt- und Begegnungsstelle von ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienstleistenden entwickelt. Am Verein und seinen Tätigkeiten interessierte Personen finden hier auch Gelegenheit zum Austausch und sind herzlich eingeladen an den Mittwochstreffen teilzunehmen. Insbesondere Personen, die daran interessiert sind einen Gedenkdienst zu leisten, legen wir die Teilnahme an den Mittwochstreffen nahe.

 

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen und viele neue Gesichter!

Mittwochstreffen: Queerer Stadtrundgang mit QWIEN

Mittwoch, 22. Juni 2022 um 17:00 Uhr, Oskar-Morgenstern-Platz

 

Im Rahmen der Mittwochstreffen findet ein queerer Stadtrundgang mit QWIEN - Zentrum für queere Geschichte statt. Der Rundgang fokussiert sich auf die Verfolgung von Schwulen und Lesben zwischen 1938 und 1945. Die Führung führt an jene Orten in Wien vorbei, die zentral für die Verfolgung von Schwulen und Lesben während des Nationalsozialismus waren.

 

Der Rundgang ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine Anmeldung unter nadine.dimmel - at - gedenkdienst.at. Es gibt eine begrenzte Teilnehmer*innenanzahl.

 

Die Mittwochstreffen sind eine Möglichkeit den Verein und seine Arbeit in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen und stehen allen Interessierten offen. Im Laufe der Zeit haben sie sich unter anderem auch zu einer Schnitt- und Begegnungsstelle von ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienstleistenden entwickelt. Am Verein und seinen Tätigkeiten interessierte Personen finden hier auch Gelegenheit zum Austausch und sind herzlich eingeladen an den Mittwochstreffen teilzunehmen.

 

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen und viele neue Gesichter!

Aus der Reihe Geh Denken!: Gender und inklusive Geschichtsdidaktik

Mittwoch, 15. Juni 2022, 19:00 Uhr, Republikanischer Club (Fischerstiege 1-7, R1, 1010 Wien)

 

Welchen Ort kann Gender in einer inklusiven Geschichtsdidaktik bekommen? Im Vortrag wird skizziert, was das Paradigma der Inklusion generell für historische Bildung bedeutet, wobei ein breites Verständnis von Inklusion zu Grunde gelegt wird. Am Beispiel von Inhalten aus der Geschichte von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, also der Queer History, wird verdeutlicht, dass die Vergangenheit geradezu bevölkert ist von solchen Geschichten über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, so dass hier ein üppiger sekundärer Erfahrungsraum vorliegt, in dem eine inklusive historische Bildung nach Sinnbildungsangeboten Ausschau halten kann. Der Vortrag schlägt auf diese Weise eine Brücke von theoretisch-konzeptionellen Überlegungen hin zu konkreten Beispielen für die Bildungsarbeit.

 

Martin Lücke ist Universitätsprofessor für Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin und wissenschaftlicher Leiter des dortigen Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung.

Mittwochstreffen: Workshop Rechtsextremismus

Mittwoch, 25. Mai 2022, 17:00 Uhr, Wipplingerstraße 6/8, 1010 Wien - Treffpunkt: Im Hof

Im Rahmen der Mittwochstreffen findet ein Workshop zum Thema Rechtsextremismus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) statt. Dabei lernen wir wie man Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien erkennen kann und welche Strategien dagegen es gibt. Dabei geht auch darum, die eigene Urteilsfähigkeit zu erhöhen und eigene Vorurteile zu reflektieren. Der Workshop ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine Anmeldung unter nadine.dimmel - at - gedenkdienst.at.

Die Mittwochstreffen sind eine Möglichkeit den Verein und seine Arbeit in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen und sind für alle Interessierten offen. Im Laufe der Zeit haben sie sich unter anderem auch zu einer Schnitt- und Begegnungsstelle von ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienstleistenden entwickelt. Am Verein und seinen Tätigkeiten interessierte Personen finden hier auch Gelegenheit zum Austausch und sind herzlich eingeladen an den Mittwochstreffen teilzunehmen.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen und viele neue Gesichter!

Aus der Reihe Geh Denken!: Historisch nicht relevant? Feministische und geschlechterbewusste Annäherungen an den Ort des ehemaligen KZ Mauthausen-Gusen.

Mittwoch, 18. Mai 2022, 19:00 Uhr, Republikanischer Club (Fischerstiege 1-7, R 1, 1010 Wien)

 

Die Erinnerungskultur rund um das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen-Gusen ist bis heute von einem Unsichtbarmachen von Frauen* als Verfolgte und Inhaftierte, als Täter*innen und Profiteur*innen, oder als Widerständige geprägt. Genauso haben geschlechtertheoretische Zugänge auf die Geschichte des Lagers wie auf die Gegenwart der Gedenkstätte wenig Einzug in das Verständnis des Orts sowie in die Vermittlungsarbeit gefunden.

 

Als ehemalige Guides an der Gedenkstätte Mauthausen entwickelten Birgit Pichler und Louise Beckershaus 2017 ein geschlechterbewusstes und feministisches Vermittlungsprogramm. Bei der Diskussionsveranstaltung reflektieren sie, welche neuen Perspektiven sich dadurch auf den historischen Ort des Lagers und auf die Vermittlungsarbeit an der Gedenkstätte eröffnen.

 

Birgit Pichler arbeitete viele Jahre als Guide an der Gedenkstätte Mauthausen-Gusen und für den Verein erinnern.at. Seit 2019 ist sie als Pädagogin in der Lernwerkstatt Brigittenau tätig.

 

Louise Beckershaus arbeitete ebenfalls als Guide an der Gedenkstätte Mauthausen-Gusen und für den Verein erinnern.at. Seit 2018 ist sie Teil des Vermittlungsteams des Hauses der Geschichte Österreich.

Aus der Reihe Geh Denken!: Vom Suchen und Finden - Queer History in den Arolsen Archives

Dienstag, 26. April 2022, 19:00 Uhr, Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)

 

In den 1970er Jahren forschten Wissenschaftler:innen erstmals ausführlich in den Dokumentenbeständen der heutigen Arolsen Archives – International Center on Nazi Persecution (AroA) zum Schicksal von Männern*, die während der NS-Zeit als homosexuell verfolgt worden waren. Seit einigen Jahren rückt auch die Erforschung der damaligen Lebensumstände lesbischer Frauen* und aus heutiger Perspektive queerer Menschen in den Fokus. Als eines der weltweit größten Archive zur NS-Verfolgung sind die AroA auch hier Anlaufstelle. Jedoch bestehen nach wie vor große Forschungslücken hinsichtlich der Verfolgung queerer Menschen, die auch auf Leerstellen in der archivischen Erschließung zurückzuführen sind.
Der Vortrag zeigt Recherchemöglichkeiten und deren Grenzen im Online Archiv der AroA auf und beleuchtet aktuelle Diskussionen zur Bedeutung der Dokumente für die Erforschung von Diskriminierung und Verfolgung von Menschen, die heteronormativen Normen nicht entsprachen oder dessen verdächtigt wurden.


Kim Dresel arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Archivischen Erschließung der Arolsen Archives und lehrt Archivwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam.


Katharina Menschick arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Forschung und Bildung der Arolsen Archives.

Mittwochstreffen: Stadtrundgang mit denk mal wien

Mittwoch, 30. März 2022 um 17:00 Uhr, Oskar-Morgenstern-Platz/Berggasse

Im Rahmen der Mittwochstreffen findet ein historisch-politischer Stadtrundgang durch Wien statt. Die Führung wird durch das denk mal wien-Bildungsprogramm des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) ermöglicht und beschäftigt sich mit der faschistischen Vergangenheit Österreichs. Dabei werden Mahnmale und Orte des nationalsozialistischen Terrorsystems besucht und unterschiedliche Biographien beleuchtet, die die Zeit des Nationalsozialismus miterlebt haben. Der Rundgang ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine Anmeldung unter nadine.dimmel-at-gedenkdienst.at.

Bei uns gilt die 2G+ Regel, daher bitte vollständig geimpft bzw. genesen und zusätzlich PCR-getestet erscheinen.

Die Mittwochstreffen sind eine Möglichkeit den Verein und seine Arbeit in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen und sind für alle Interessierten offen. Im Laufe der Zeit haben sie sich unter anderem auch zu einer Schnitt- und Begegnungsstelle von ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienstleistenden entwickelt. Am Verein und seinen Tätigkeiten interessierte Personen finden hier auch Gelegenheit zum Austausch und sind herzlich eingeladen an den Mittwochstreffen teilzunehmen.

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!

Aus der Reihe Geh Denken!: Sexuelle und geschlechtliche Differenzen im Spiegel der Akten der Universitäts-Nervenklinik Halle (Saale), ca. 1919 – 1945

Dienstag. 15. März 2022, 19:00 Uhr, Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)

 

2016 wurden auf dem Dachboden der Universitätsklinik der Universität Halle an der Saale 232 Laufmeter Patient:innenakten gefunden, die einen Zeitraum von 1888 bis 1989 umfassen. Der Aktenfund ist einzigartig.

 

Unter den Akten finden sich auch jene von Menschen, die aufgrund von wahrgenommenen‚ sexuellen oder geschlechtlichen Abweichungen‘ in die Universitäts-Nervenklinik eingewiesen und dort medizinisch behandelt wurden. Der Vortrag setzt sich damit auseinander, welche Narrative sich im Laufe der Behandlungen herausbildeten. Wie entwickelten Ärzt:innen ihre Methoden? Wie kamen sie zu einer Diagnose? Welche gesellschaftlichen Ideale und welche konkreten Ziele wurden mit Therapien verfolgt? Am Beispiel von zwei konkreten Fällen wird aufgezeigt, dass die vermeintliche Therapie Patient:innen vor allem in eine gesellschaftlich sanktionierte Zweigeschlechtlichkeit führen sollte.

 

Anton Schulte ist seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale).

ABGESAGT! - Aus der Reihe Geh Denken!: Österreichische Geschichtspolitik in der populistischen Revolte

Die Veranstaltung musste leider abgesagt werden.

 

Nach der Ära Wolfang Schüssel (ÖVP) und Jörg Haider (FPÖ) in den 2000er Jahren war Geschichtspolitik in Österreich von einer nachholenden (West-)Europäisierung geprägt: Die Schoah trat ins Zentrum der Erinnerung, andere NS-Opfer und Widerständige bekamen mehr Beachtung, alle distanzierten sich vom Opfermythos, die EU wurde zum Fluchtpunkt der Geschichte, der 27. Jänner und der 8. Mai zu Gedenktagen, der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus war die Lehre. Diese (liberale) Politik trugen mehr oder weniger alle Parteien, außer der FPÖ, Hand in Hand mit zivilgesellschaftlichen Organisationen mit. Mit der Regierungskoalition zwischen Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) 2017 ging dieser Konsens zu Ende: In einer populistischen Revolte wurde die Geschichtspolitik rekonfiguriert. Neue Gedenkstätten entstanden, das staatlich-zivile Bündnis zerfiel, Opferkonkurrenz trat auf, angerufen wurde statt der EU nun Israel, die Täterschaft verschwindet zusehends. Diese und andere Entwicklungen werden anhand jüngerer Beispiele der Erinnerungskultur diskutiert.

 

Peter Pirker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

ABGESAGT! - Aus der Reihe Geh Denken!: Podiumsdiskussion Erinnerungspolitik – eine Bestandsaufnahme

Die Veranstaltung musste leider abgesagt werden.

 

Die Diskussionen um die Shoah-Namensmauer im Ostarrichi Park oder um das Karl-Lueger-Denkmal am gleichnamigen Platz zeigen, dass Erinnerungspolitik auch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich kontrovers diskutiert wird. Dabei steht oft die Frage, was noch zeitgemäß ist und wie weit eine Gesellschaft bei der Umgestaltung gehen darf im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Positionen und Generationen prallen aufeinander und dies wirft die Frage auf, wie Erinnerungspolitik in Zukunft gestaltet werden soll.

 

Ausgehend von aktuellen Diskussionen um Denkmäler, Straßenumbenennungen und Gedenkmauern, setzt sich die Podiumsdiskussion mit Gegenwart und Zukunft der Erinnerungspolitik in Österreich auseinander. Wie hat sich die Erinnerungspolitik in den letzten Jahren verändert? Wie sehen die aktuellen Trends und größten Herausforderungen aus? Und was fordern Wissenschaft und Zivilgesellschaft für die Zukunft?

 

Christa Bauer (Geschäftsführerin Mauthausen Komitee Österreich)
Nadine Dimmel (Verein GEDENKDIENST)
Hannah M. Lessing (Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich)
Patrick Siegele (Geschäftsführer erinnern.at)
Florian Wenninger (Leiter des Instituts für Historische Sozialforschung)

  1 2 3 4 5 folgende