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Archiv

Aus der Reihe Geh Denken! – Transitional justice in Österreich

Mittwoch, 12. Juni 2019 19 Uhr, im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3)

Die Gründung der Zweiten Republik bedeutete einen demokratischen Neuanfang für Österreich. Dennoch existierte keine ,Stunde Null‘. Kontinuitäten in Politik, Wirtschaft und Kultur aus der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus wirken weit in die Gegenwart hinein. Der Übergang von einem diktatorischen zu einem demokratischen System kann mit Instrumenten von transitional justice bewerkstelligt werden. Der Vortrag zeigt, mit welchen Methoden die österreichische Politik und Gesellschaft den Demokratisierungsprozess in Österreich vorantrieben. Wie sahen die ersten Monate nach der Befreiung aus? Mit welchen Tools wurde der Transitionsprozess in Österreich bewerkstelligt? Welche mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungen, Änderungen und Kontinuitäten sind erkennbar? Wie wurde in den Köpfen der Menschen aus dem ,austrofaschistischen Ständestaat‘ und der ,Ostmark‘ wieder Österreich?


Claudia Kuretsidis-Haider, Historikerin, Ko-Leiterin der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.


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 GEDENKDIENST

Aus der Reihe Geh Denken! – Wenn sich Konflikte nicht lösen lassen…

Mittwoch, 15. Mai 2019 19 Uhr, im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3)


 


Wenn sich Konflikte nicht lösen lassen…


Israel/Palästina, Israel/Libanon, Irak, Nagorno Karabakh, Georgien/Abchasien, Georgien/Südossetien, Afghanistan, Kaschmir, Sri Lanka, Tibet, Mindanao, Zypern, Sudan, Somalia, Uganda, Demokratische Republik Kongo, Westsahara… Die Liste der scheinbar unlösbaren Konflikte ist lang. Was kann man in solchen Situationen zur Friedensförderung beitragen? Und wie definieren wir dabei Erfolg? Mit diesen Fragen ist das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) täglich konfrontiert und versucht darauf sowohl theoretisch als auch in der Praxis Antworten zu finden. In den letzten Jahren wurde ein spezifischer Ansatz für Konflikttransformation entwickelt, der während des Vortrags an den Beispielen Israel/Palästina und Sri Lanka erläutert werden soll. Es steht dabei die Arbeit mit jeder Konfliktpartei allein im Zentrum. Das ASPR auf Burg Schlaining wurde 1982 gegründet. Es betreibt Forschung, unterstützt Friedensprozesse und bildet zivile ExpertInnen für den Einsatz in Krisengebieten aus.


Gudrun Kramer, Direktorin des ASPR.

 


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 GEDENKDIENST

Aus der Reihe Geh Denken! - Flucht sammeln

Dienstag, 09.04.2019, 19 Uhr, im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3)

 

…ist das möglich?


Das Jahr 2015 stellte hinsichtlich des Themas Flucht & Migration einen Wendepunkt für Europa dar. An die 90.000 Menschen sind als Opfer von Krieg, Misshandlung, Verfolgung und ökonomischen Zusammenbrüchen in Österreich gestrandet. Für das Volkskundemuseum Wien sammelten die Kurator*innen Yarden Daher, Alexander Martos, Negin Rezaie, Ramin Siawash, Niko Wahl, Sama Yasseen und Reza Zobeidi im Jahr 2017 ephemere Fluchtobjekte in der griechischen und türkischen Ägäis sowie in einem aufgelösten Notquartier der Caritas in Wien. Daraus wurde im Herbst 2019 unter dem Titel Die Küsten Österreichs ein neuer Teil der Dauerausstellung des Volkskundemuseums. Niko Wahl wird vom kuratorischen Prozess erzählen und ein Gespräch mit Kurator*innen aus dem Kollektiv des Projekts führen. Dabei werden die Themen Flucht, Migration und Ankommen gemeinsam besprochen, ebenso wie die Bedeutung von Krieg, Gewalt und Hoffnung für unsere gemeinsame Erinnerung.


Niko Wahl, freier Kurator, Wien.


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 GEDENKDIENST

Aus der Reihe Geh Denken! - Über die Transformation des Krieges nach 1945

Dienstag, 19.03.2019, 19 Uhr, im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3)

Carl von Clausewitz hat dem Krieg einen Chamäleoncharakter attestiert. Tatsächlich brachte die Ächtung des Krieges in der UN-Charter den zwischenstaatlichen Krieg fast zum Verschwinden, doch intensivierten sich Formen des Bürgerkrieges, die in hohem Ausmaß die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft ziehen und mit schweren Menschenrechtsverbrechen einhergehen. Im Völkerrecht findet zwar ein Nachziehverfahren statt, das jedoch mit den sich ständig wandelnden Gewaltszenarien schwer Schritt halten kann. Dieser Vortrag versucht, ein Verständnis für die innere Logik dieser Transformationsprozesse zu vermitteln und darüber hinaus der Frage nachzugehen, welche Interventionsmechanismen der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung stehen, um potentielle Kriegsopfer zu retten und auch rezente bewaffnete Konflikte möglichst einzudämmen.


Irene Etzersdorfer, Politikwissenschafterin, Professorin an der Universität Wien und Gastprofessorin an der Donau Universität Krems.


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